Bibliographie (Auszug zum Download)


Texte zum hier lesen:


The Fox and the Moon

When I step out of the door of my house in the late evening, I inhale the silence and a trace of chill that even on summer days soothes the night air in Berlin. I share my life with a small mixed breed black poodle. In the evenings, she becomes restless after 10 p.m. and urges me to accompany her out. Berlin, many ecologists think, is Germany’s and maybe even Europe’s capital of city creatures. It is being invaded by wildlife to the same degree that it is becoming crowded by international hipsters. To be open to these newly arrived creatures seems to be an opportunity for this urban area to reconnect to a sort of truth...

In: City Creatures Blog. The Center for Humans and Nature, Chicago



Der Aufgang Gottes in der Schöpfung: Franz von Assisi und die umbrische Landschaft

"Der vorscholastische Philosoph Johannes Scotus Eriugena lehrte im 9. Jahrhundert, dass  jede Kreatur Gott zu enthüllen vermag: im Angesicht dessen, der sie mit Liebe schaue, setze sie das von ihr aufgefangene göttliche Licht wieder frei. Jedes Lebewesen wird in einer solchen Sichtweise zum Zentrum des Universums, zu einer Singularität, in der sich das Wesen der Schöpfung ganz enthüllt..."
 
In: Hagencord, Rainer; Rotzetter, Anton (2014): Neue Wahrnehmung des Tieres in Theologie und Spiritualität. Jahrbuch Theologische Zoologie - Band 1. Münster: LIT-Verlag.
 

Lebendigkeit jetzt. Eine erotische Ökologie für das Anthropozän
erschienen in: Tage der Utopie 2015. Entwürfe für eine gute Zukunft. Herausgeber: Hans-Joachim Gögl und Josef Kittinger, 
Bucher Verlag, Hohenems 2015

Letzter Schnee liegt auf den knisternden Blättern am Waldboden. Die Eiche ist bestimmt 500 Jahre alt. Aus ihrem gedrungenen Stamm greifen wenige massive Äste in die leere Luft. Stellenweise sind sie längst morsch. Zwi- schen den übrigen Gewächsen des Waldes, den schlanken Kiefern und Birken, steht der Baum schweigend da (...)


 

Tote Zonen


erschienen in: OYA Juli/August 2014


Ich muss an die Landschaft denken. An die weißen Plastikballen, die jetzt im Frühsommer auf den Wiesen liegen wie ein überdimensionales Medikament, auf der kurz geschorenen Narbe verschüttet, bis zum Horizont. Zusammengepresst darin das viel zu früh gemähte Gras, zusammen mit den Käfern, den Hummeln, den Gelegen von Lerche und Kiebitz, mit allem, was lebte. All das Potenzial des Lebens, seine Energie ... Der Weg hinaus ist mitten hinein. Selbst lebendig sein. Selbst das Leben sein, das von niemandem geschenkt wird. Rufen, lauschen und antworten. Was immer auch geschieht. (...)


Hat die Natur immer recht?


Eine Kontroverse zwischen Michael Hampe und Andreas Weber im Philosophie-Magazin

Ob in Politik, Wirtschaft oder Kultur, immer mehr Menschen sind überzeugt: Wer sich nach der Natur richtet, tut auch das Richtige! Unreflektiertes Vorurteil oder tiefe Einsicht? Zwei Philosophen sind sich nicht grün (weiterlesen)

 



Menschen haben, Pflanzen sind Begriffe

erschienen in: Magazin der Kulturstiftung der Bundesrepublik Deutschland, April 2011

Füllen wir also unsere Vorräte! Ich würde Blumenzwiebeln in unser Magazin legen. Bei der richtigen kühlen Temperatur halten sie sich lange. Jede Zwiebel ist winzig, schrumpelig braun und unscheinbar. Aber sie besitzt viel Energie. In jeder schlummert eine Geburt frisch wie die Schöpfung ...

 

The Economy of Wastefulness: The Biology of the Commons

erschienen in: The Wealth of the Commons: A World Beyond Market and State. Edited by David Bollier and Silke Helfrich. Amherst: Levellers Press (The Commons Strateiges Group), 2013.
(
Open access: Download des Buches auf Deutsch)

 

There is an all-enclosing commons-economy which has been successful for billions of years: the biosphere. Its ecology is the terrestrial household of energy, matter, beings, relationships and meanings which contains any manmade economy and only allows for it to exist. Sunlight, oxygen, drinking water, climate, soil and energy – the products and processes of this household – also nourish the Homo economicus of our time who, despite all his technological and economical progress, still feeds on products of the biosphere.

I wish to argue that nature embodies the commons paradigm par excellence.... (weiterlesen)

 



Wild und gefährlich?

Gedanken zu einer Kultur der Wildnis

 
von Andreas Weber , erschienen in OYA 05/2010
 
Wenn heute etwas wild und gefährlich ist, dann der Versuch der Zivilisation, totale Kontrolle über jegliche Wildnis zu erlangen. Wir brauchen eine neue Kultur der Wildnis, die nichts mit Zügellosigkeit, sondern mit Einsicht in das Notwendige zu tun hat.


 

The book of Desire
erschienen in: Biosemiotics 4 (2011):149–170

In this chapter I propose to understand the current paradigm shift in biology as the origination of a biology of subjects. A description of living beings as experiencing selves has the potential to transform the current mechanistic approach of biology into an embodied-hermeneutic one, culminating in a poetics of nature...



Morgen Kinder wirds was geben
erschienen in: Greenpeace Magazin September 2011

Kürzlich fragte ich unvorsichtigerweise meine Tochter nach ihrer Meinung bei Tisch. Ich hatte, wie meist mittags in der Woche, gekocht. Ein bisschen eilig vielleicht. Wie häufig Pasta. Wie immer – so war ich sicher – mit Liebe. Emma, acht Jahre alt, hatte gerade die nach dem Rezept einer italienischen Freundin hergestellte Salsa mit frischen Zutaten der Saison verschmäht und ihre Nudeln unter einer Schlackeschicht aus Butter, Zimt und Zucker beerdigt. Mit der Betonung auf Zucker.

Ich fragte sie: „Was ist der schlimmste Fehler, den Eltern bei der Ernährung der Kinder machen können?”

Emmas Antwort kam mit vollem Mund, aus dem die braunsaftigen Zuckerspaghetti baumelten: „Dass es zu wenig Erdbeeren mit Schlagsahne gibt!”...


Es gibt keine Trennung

erschienen in: Oya 1/2010

Das Streben nach Freiheit scheint die einzige Maxime der Menschen zu sein, nichts darf die Freiheit in Frage stellen. Der Philosoph und Biologe Andreas Weber zeigt, dass Freiheit von kurzer Dauer ist, wenn sie nicht der Verbundenheit mit dem mehr-als-menschlichen Leben entspringt. Die Idee der Gemeingüter, ein von allen geteiltes Leben, fordert uns heraus, das Paradox von Freiheit und Verbundenheit zu integrieren.

 

 

Text: Andreas Weber |